Ohne gehts nicht: Warum Social Media für Unternehmen unverzichtbar ist

„Ja, ganz einfach. Ich will endlich die 10.000 Fans erreichen!“, erklingt es am anderen Ende des Telefons. Ich beiße mir auf die Lippen. Nicht nur als ich die Antwort meines Gegenübers vernehme, sondern schon als ich den potentiellen Kunden beim Erstgespräch – nennen wir ihn einfach Herrn Huber – mit eben jener Frage konfrontiert habe: „Nun, was wollen Sie denn mit Social Media erreichen?“ Rückblickend wie immer ein Eisbrecher. Entwickelt sich daraus doch ein Gespräch über Sinn & Unsinn, Nutzen und Gewinn, Funktion und Relevanz von Facebook, Instagram, YouTube & Co. (M)ein Gesprächsprotokoll inklusive Spoiler Alert: Herr Huber will und braucht natürlich mehr als NUR Fans. Aber das weiß er rückblickend natürlich auch schon vor dem Gespräch. Marketing ist bekanntlich mehr, aber ganz ohne Social Media gehts heutzutage eben nicht mehr 😉 

Social Media, das doch das mit den Katzenfotos?!

So gehts richtig: Social Media ist eine neue Art der Kommunikation!

Social Media allein auf eine mögliche Verkaufsförderung einzugrenzen ist ebenso falsch, wie auf die Tatsache, dass es sich dabei schlichtweg um Unterhaltung, nette Katzenfotos oder den Austausch von Urlaubsimpressionen handelt. Schon längst sind die sozialen Medien, Facebook, Instagram, YouTube um nur einige bekannte Vertreter zu nennen, zu ernsthaften Medienangeboten gewachsen. Was sie vereint? Ganz einfach: Ihre Nutzung ist schneller, direkter, persönlicher, multimedialer und interaktiver als andere Marketing-/Medienkanäle.

Die Quintessenz von Social Media: Austauschen, Informieren, Aktivieren & Referenzierten

Herr Huber erzählt, dass er sich unlängst ein neues Smartphone gekauft habe. Eines dieser „modernen flachen Dinger mit Super-Kamera“ schwärmt er. Wie er dazu gekommen sei? Freunde hätten darüber gesprochen und es ihm gezeigt – darauf habe er sich eben zum Kauf entschlossen. Kommt im Alltag öfter vor – Empfehlungen und Erfahrungen aus dem Freundes-/Bekanntenkreis vertraut man eben. Gut für den Smartphone-Hersteller, der seine Kunden zu loyalen Markenbotschaftern „erzogen“ hat. Woher diese Funktionen, Vorteile etc. des Geräts wissen?!

Tja, was der Freundeskreis, Stammtisch oder die gesellige Diskussionsrunde im realen Leben ist, sind Social Media in der digitalen Sphäre. Eine Plattform um sich auszutauschen, über allerlei Themen, manchmal eben auch über die nächsten Investitionen & Käufe. Und so manch einer fühlt sich besonders mit den präsentierten Inhalten und Werten verbunden und wird zum digitalen wie analogen „Botschafter“ des Unternehmens.

Treffen, Informieren, Austauschen, manchmal Überzeugen oder Meinungen platzieren – auf der Bühne Social Media werden die geographischen Grenzen aufgehoben. Hier treffen sich aber nicht nur Privatpersonen, auch Unternehmen & Marken können sich virtuell präsentieren und versammeln interessierte (Neu-)Kunden um den Austausch über für sie relevante Themen zu ermöglichen.

3 Unterscheidungsmerkmale von Social Media Plattformen:

  1. Popularität & Nutzergruppen:
    „Und was ist jetzt dieses Facebook? Und Instagram?! Worin unterscheiden sich diese denn?“, fragt Herr Huber interessiert. Ganz einfach, die Größe des Stammtisches variiert dann doch deutlich zwischen populären Plattformen wie Facebook, Instagram und Youtube, oder kleineren spezifischeren Plattformen wie es zB TikTok oder Snapchat sind. Natürlich unterschieden sich diese nicht nur durch die schiere Anzahl ihrer Nutzer, ihre Zusammensetzung und Demographie ist ebenso unterschiedlich.
  2. Inhaltliche Ausprägung und Vielfalt:
    „Aber bei Instagram gibts ja nur Bilder zu sehen, oder?!“, entgegnet Herr Huber und zeigt ein ums andere Mal, dass Social Media Grundwissen auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Auch die Gestalt der Inhalte – also das „worüber“ man spricht – ist ein Unterscheidungsmerkmal. YouTube ist bekanntlich ein Videoplattform, Instagram ist bekannt für seinen photographischen Anspruch, TikTok – Tummelplatz für die jüngere Zielgruppe – bedient sicher eher kürzerer Videoclips, meist ergänzt um graphische Elemente, Filter und anderer Einblendungen.
  3. Gestalt & Funktionen:
    Während manche Plattformen durch die Art der Inhalte hervorstechen, sind andere wiederum dadurch charakterisiert, WER und WIE auf ihnen kommuniziert wird. Sind dort nur Privatpersonen vertreten oder gibt es auch für Unternehmen die Möglichkeit mit potentiellen Kunden zu kommunizieren? A propos „Kommunizieren“: Auch hier gibt es durchaus Unterschiede. Tweets und Retweets wie man sie vom Kurznachrichten-Dienst Twitter kennt, sind durch ihre limitierte Zeichenanzahl auf das Wesentliche reduziert, Instagram/Facebook Stories sind wiederum nur 24 Stunden für die „Community“ sichtbar. Es zeigt sich aber vor allem eines: Social Media sind – nicht überraschend – durch die soziale Komponente von anderen Marketing-Aktivitäten unterschiedbar. Sozial durch ihre Nutzer, aber auch durch das Zusammenspiel bzw. die Interaktionen, die daraus entstehen. Und mittendrin Herr Huber und sein Unternehmen! Wie und was das für sein Geschäft bedeuten kann, ist natürlich eine andere Frage.

Gut, wie mach ich das denn jetzt? Einfach posten und dann kommen die Kunden, nicht?!

So gehts richtig: Ziele definieren, Maßnahmen umsetzen, dann evaluieren & verbessern!

Gute Frage Herr Huber, wie bei jeder Marketing-Aktivität kommt es auch bei Facebook & Co. darauf an, was man denn schlußendlich erreichen will. Was bei Plakatkampagnen, Inseration oder auch Google Ads Kampagnen längst gang und gäbe ist, wird bei Social Media Marketing immer wieder vergessen. Ziele definieren, Kennzahlen festsetzen und einen Plan und Strategie entwickeln, wie man diese erreicht.

„Ja, neue Kunden will ich bekommen!“, antwortet Herr Huber, fast schon ungeduldig, als ob es nicht klar wäre, dass die ultima ratio natürlich im Gewinn neuer Kunden und der Steigerung des Umsatzes liege. Da hat unser Gegenüber natürlich recht: Dass man dabei nicht einfach von einem Facebook Like auf Käufe schließen darf, sollte dabei ebenso einleuchtend sein, wie eine zu komplizierte Herangehensweise.

Wie können Social Media KPIs aussehen? Das kommt auf die Art und Weise an, wie man Social Media nutzen will. Soll es eine kurzfristige Maßnahme zur Steigerung der Reichweite sein? Ein Boost der Online-Verkäufe im eigenen Shop? Oder will man langfristig eine Community an „Markenbotschaftern“ aufbauen und einen Kanal zum Austausch mit den eigenen Kunden etablieren?

Herr Huber will alles. Klar, hören wir auch oft. Spielen wir mal ein paar Szenarien durch:

  • ZENITBLAU Social Media Ziele und Kennzahlen Typ 1

Hie und da ein Posting, das schaff ich nebenbei!

So gehts richtig: Relevante Inhalte erstellen und richtig Erzählen & Involvieren!

Social Media erfordert Ausdauer. Der sprichwörtliche Marathon wird auch dann nicht gewonnen, wenn man zwar trainiert ist, aber sich die Muskelmasse nicht in den Beinen befindet. Sprich, Herr Huber braucht eine gezielte Vorbereitung, eine klare Absicht und auch genügend Vorwissen um Themen gezielt aufbereiten zu können.

Wissen über…

  1. Kanäle & Ihre Besonderheiten:
  • Wo soll Herr Huber sein Unternehmen präsentieren?
  • Welche Inhalte braucht es?
  • Gibt es Bilder? Wie wird dort kommuniziert?
  • Erreiche ich potentielle Kunden dort überhaupt?
  1. Zielgruppen & ihre Erwartungen/Vorwissen
  • Wer sind meine Kunden?
  • Was erwarten sie? Welche Fragen haben sie?
  • Mit welchen Emotionen und Geschichten setzen sie sich gerne auseinander?
  • Wie kann ich ihnen als Unternehmen helfen?
  1. Geschichten, die man erzählen will
  • Warum will ich mit den Nutzern sprechen?
  • Was und wie verbessere ich das Leben/den Alltag meiner Kunden?
  • Wie erzähle ich ihnen von mir und meinen Produkten?
  • In welcher Form schaffe ich Aufmerksamkeit?
  • Wie trete ich Dialog mit ihnen?

Wer all diese Punkte zwischen Tür und Angel, in der Mittagspause oder beim Kaffee erfolgreich umzusetzen weiß, dem können auch wir nicht mehr helfen. Im Gegenteil bitte unter zenitblau.at/kontakt bei uns melden 😅 Der neue Social Media Gott ist gelandet.

Ironie & Spaß bei Seite: Herr Huber ist etwas stiller geworden. Dafür mehren sich die „Aha“-Momente. Vieles klinge vernünftig, anderes brauche er unbedingt für sein Geschäft. Bei all der Euphorie – in der Theorie klingen Begriff wie Storytelling, Content & Conversions immer spannender – mischen sich dann aber doch auch das ein oder andere Stirnrunzeln und schlußendlich ein „Ist ja doch nicht so einfach…“. Ich beruhige Herrn Huber. Die Euphorie ist angebracht, die Motivation toll und Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. Social Media sei ein Prozess. Mit viel Potential eine Eigendynamik zu entwickeln, von der Unternehmen profitieren können.

All diese Arbeit… und was bringts denn nun?“

So gehts richtig: Reichweite, Sichtbarkeit & Markenbindung

Mal ehrlich: Wie oft schafft es Herr Huber denn wirklich potentielle Kunden von sich und seinen Produkten zu überzeugen? Wie viel Zeit benötigen seine Angestellten im Geschäft um auch nur EINE Laufkundschaft von ihren Produkten zu überzeugen? Wie oft landen Flyer, Einleger und andere Werbematerialien einfach im Müll? Was springt denn bei einem Messeauftritt dann abseits der immensen Kosten wirklich an Umsatz heraus? Unterm Strich erweist sich gut gemachte Social Media Kommunikation als Reichweiten-starkes, Umsatz-bringendes und vor allem als Marken-bindendes Tool. Social Media sind mächtig, allgegenwärtig und auch in ihrer rudimentärsten Form ein Gewinn für jedes Unternehmen, denn…

Nutzer schaffen GRATIS-REICHWEITE!

Regelmäßige Inhalte erreichen ihre Nutzer. Jede Interaktion mit den Unternehmensprofilen führt zu Synergien und organischer Reichweite und Mundpropaganda! Kurz gesagt: Sie müssen die Bühne betreten, ihr Publikum wartet nur darauf „UNTERHALTEN“ zu werden.

Inhalte sind für JEDEN sichtbar & online!

Gestern hat Herr Huber noch die Empfehlung für sein zukünftiges Mobiltelefon erhalten. Was in diesem Moment wichtig ist, kann morgen aber schon vergessen sein. Auch der unterhaltsamste Stammtisch ist irgendwann vorbei, der Messeauftritt beendet oder das Ladengeschäft geschlossen, nicht so ihre Social Media Profile. Ihre Inhalte, Facebook Postings und dergleichen sind 24/7 erreichbar, jeder kann diese sehen, lesen, damit interagieren UND teilen, wenn er sich damit identifizieren will.

Der Austausch mit Nutzern macht die MARKE persönlich!

Nirgendwo sonst schaffen Unternehmen es so schnell, direkt und vergleichsweise kostengünstig persönliche Interaktionen mit Kunden herzustellen. Auf Kommentare antworten, Privatnachrichten austauschen und/oder Feedback einholen, Social Media ist persönlich, direkt und verbindet Unternehmen mit Produkten.

Hmmmm… da geht ja wirklich noch was!

So gehts richtig: Mit ZENITBLAU!

„Wieso haben wir das denn nicht schon viel früher gemacht?!“, entkommt es Herrn Huber, etwas nachdenklich verstreichen ein zwei Sekunden. Kein Grund zur Sorge, wie Wein kann auch ein Social Media Auftritt reifen. Dass der Zeitpunkt zum Start einer Social Media Kommunikation günstig ist, zeigen nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten – Plattformen, Werbemöglichkeiten, Inhalte und Nutzerpopularität -, sondern schlichtweg auch die aktuelle Lage einer durch COVID-19 gebeutelten Wirtschaft.

Präsenz und Aktivierung der eigenen Zielgruppen, egal ob für den eigenen Onlineshop, den stationären Handel, zum Launch eines neuen Produkts oder zur Unterstützung allgemeiner Unternehmensziele, sind gegenwärtig essentielle Ziele, deren Umsetzung mit Social Media erleichtert wird.

„So ganz ohne Social Media gehts halt auch nicht!“, meint Herr Huber abschließend und verabschiedet sich… bis nächster Woche und einem Folgetermin zur Besprechung möglicher Zielsetzung um mehr Kunden zu erreichen. „Mehr Kunden“ denn Fans, das weiß Herr Huber mittlerweile, sind ein Zwischenziel auf der Reise zum unternehmerischen (Online-)Erfolg!