TL;DR
Die Kosten für eine professionelle Betreuung hängen stark von deiner Ausgangslage ab. Eine pauschale Antwort ist unmöglich, aber diese drei Kategorien geben dir eine realistische Orientierung für den österreichischen Markt.
- Starter Paket: 800 bis 1200 Euro pro Monat. Ideal für lokale Betriebe. Ein Kanal wird bespielt bzw. Inhalte auf mehreren Kanälen gespiegelt. Der Fokus liegt auf Markenbekanntheit.
- Wachstum: 1500 bis 3500 Euro pro Monat. Passend für Unternehmen, die skalieren wollen. Beinhaltet zwei bis drei Kanäle sowie die Erstellung von hochwertigem Content.
- Performance: ab 4500 Euro pro Monat. Für große Onlineshops mit hohem Skalierungsbedarf. Beinhaltet aufwendiges Tracking, Content Erstellung in großem Stil ständige Optimierung.
Warum schwanken die Preise für die Betreuung so stark?
Ein Angebot liegt bei 500 Euro, das nächste bei 3000 Euro. Dieser Unterschied entsteht nicht durch Willkür. Er resultiert aus der Arbeitsweise und dem eingesetzten Personal. Eine Social Media Agentur wie wir es sind, kalkuliert mit unterschiedlichen Stundensätzen. Diese liegen laut Richtwerten der Wirtschaftskammer meist zwischen 90 und 150 Euro, je nachdem ob es sich um Grafik & Content Creation, Kampagnenmanagement & Redaktionsplanung oder Strategie & Consulting handelt.
Drei Faktoren treiben den Preis besonders nach oben. Erstens die Produktion von Videos. Formate für TikTok oder Reels erfordern Skripte, Drehtage und den anschließenden Schnitt. Zweitens der Mix der Plattformen. Drei Kanäle bedeuten nicht einfach die dreifache Arbeit. Jeder Kanal benötigt eigene Formate und eine eigene Ansprache der Nutzer. Drittens die Unterscheidung zwischen organischem Wachstum und bezahlten Anzeigen. Die Verwaltung von Werbebudgets erfordert tiefes technisches Wissen.
Die drei gängigsten Preismodelle im Vergleich
Dienstleister rechnen unterschiedlich ab. Du solltest wissen, welches Modell zu deiner aktuellen Phase passt.
1. Monatliche Pauschale
Das ist die klassische Betreuung. Du zahlst einen festen Betrag pro Monat. Der Partner liefert dafür eine vereinbarte Menge an Postings und übernimmt das Community Management. Das gibt dir volle Planungssicherheit.
2. Abrechnung nach Projekt
Perfekt für den Start eines neuen Produkts oder eine einmalige Kampagne. Du zahlst einen fixen Betrag für ein klar definiertes Ergebnis.
3. Erfolgsbasierte Honorare
Hier zahlst du einen Grundbetrag plus eine Provision für erreichte Ziele. Das wird oft bei der Generierung von Leads oder im Bereich Onlineshops eingesetzt. Achtung vor unseriösen Angeboten. Ein guter Partner wird dir niemals konkrete Umsätze garantieren, da der Erfolg auch stark von deinem Produkt oder der Marktlage abhängt.
In Einzelfällen bieten wir auch das erfolgsbasierte Modell an. Aufgrund von ungenaueren Tracking- und Attributionsmöglichkeiten (Cookie-Blocker usw.) ist dieses Modell für die meisten unserer Kunden mittlerweile aber uninteressant, weswegen wir uns auf die Abrechnungsmodelle 1 & 2 konzentrieren.
Was kosten die einzelnen Leistungen genau?
Um Angebote besser vergleichen zu können, musst du die Einzelteile verstehen.
- Die Strategie: Eine saubere Basisarbeit kostet einmalig zwischen 1500 und 3000 Euro. Hier werden Mitbewerber analysiert und Leitlinien definiert.
- Content Produktion: Die Erstellung von Texten und Grafiken schlägt mit 500 bis 1500 Euro pro Monat zu Buche. Kommen regelmäßige Videodrehs dazu, landest du schnell bei über 2000 Euro.
- Ad Management: Die reine Verwaltung deiner Werbeanzeigen kostet meist 15 bis 20 Prozent deines eingesetzten Werbebudgets. Manche Anbieter verlangen stattdessen einen festen Betrag ab circa 800 Euro pro Monat.
Agentur oder eigenes Personal? Der Kostenvergleich für Österreich
Viele Betriebe überlegen, ob sie jemanden intern einstellen sollen. Lass uns das für Österreich durchrechnen. Ein erfahrener Social Media Manager verdient etwa 3500 Euro brutto im Monat. Durch das dreizehnte und vierzehnte Gehalt sowie die Lohnnebenkosten kostet dich diese Person rund 65000 Euro im Jahr. Das sind über 5400 Euro monatlich.
Zusätzlich brauchst du Lizenzen für Software. Tools wie die Adobe Creative Cloud oder Dashboards zur Auswertung kosten schnell mehrere hundert Euro im Jahr. Eine externe Betreuung für 2500 Euro im Monat ist daher oft deutlich wirtschaftlicher als eine interne Lösung.
Achtung: Vergiss diese versteckten Kosten nicht
Viele Verträge bergen Überraschungen. Das reine Honorar für die Dienstleistung ist nur ein Teil der Wahrheit. Das eigentliche Werbebudget zahlst du immer direkt an Plattformen wie Meta oder LinkedIn. Dieses Geld musst du zusätzlich zum Honorar einplanen.
Auch das Onboarding am Anfang kostet Geld. Die Einrichtung der Meta Business Suite, die saubere Anbindung deines Onlineshops über Systeme wie Shopware oder WordPress sowie die korrekte Einbindung von Google Analytics inklusive Consent Mode bedeuten massiven Aufwand. Rechne hier mit einmaligen Einrichtungskosten von 1000 bis 2000 Euro. Hinzu kommen oft Ausgaben für Lizenzen von Stockbildern oder speziellen Schriften.
Förderungen in Österreich: So sparst du bares Geld
In Österreich gibt es großartige finanzielle Unterstützung für die Digitalisierung von Betrieben. Du musst die Ausgaben für Strategieberatung nicht komplett selbst tragen. Die Wirtschaftskammer bietet mit diversen Digitalisierungsschecks attraktive Zuschüsse an.
Gefördert wird meist die konzeptionelle Beratung durch zertifizierte Experten. Je nach Bundesland kannst du dir bis zu 50 Prozent der Beratungskosten rückerstatten lassen. Sprich potenzielle Partner direkt beim Erstgespräch auf diese Fördermöglichkeiten an. Ein gut vernetzter Experte weiß genau, welche Töpfe im Jahr 2026 zur Verfügung stehen.
Mehr über die aktuellen Online Marketing und Digitalisierungsförderungen erfährst du in unserem Blogbeitrag.
Checkliste: Woran du ein faires Angebot erkennst
Ein gutes Angebot zeichnet sich durch maximale Transparenz aus. Nutze diese Punkte für deine Bewertung bei der Anbietersuche.
- Klare Trennung: Werden Honorar und Werbebudget separat ausgewiesen?
- Rechte und Daten: Hast du vollen Administratorzugriff auf alle Konten und Werbekonten?
- Realismus: Werden dir feste Followerzahlen versprochen? Wenn ja, such dir einen anderen Anbieter.
- Regionale Verankerung: Kennt das Team den österreichischen Markt und seine rechtlichen Rahmenbedingungen?
- Auswertungen: Bekommst du regelmäßige Berichte aus Tools wie Looker Studio?
Die Quintessenz
Ein Budget von unter 500 Euro im Monat ist verbranntes Geld. Du bekommst dafür maximal generische Vorlagen aus Canva, die niemandem auffallen. Social Media ist ein Marathon. Der Erfolg stellt sich nicht nach drei Wochen ein.
Prüfe deine internen Ressourcen ehrlich. Wer liefert das Rohmaterial für die Postings? Wenn du selbst keine Zeit hast, brauchst du ein Paket, das auch Fotos und Videos vor Ort abdeckt. Wähle einen Partner, der transparent kommuniziert und keine falschen Versprechungen macht. So wird deine Investition in Social Media zu einem echten Wachstumsmotor.
Falls du auch mit kleinem Budget etwas erreichen willst kontaktiere uns. Wir bieten neben Schulungen auch umfangreiche Tools oder Automationslösungen mit und ohne KI-Unterstützung an.